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Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehr 2026 in Zeven
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Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehr 2026 in Zeven

Cord Behrens Informationen 03. Juli 2026
  • Jugendfeuerwehr
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  • Bezrikszeltlager
  • Ferien

In Zeven findet vom 04.-11.07.2026 das Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehr statt. Hierzu werden ca. 1.600 Jugendlichen in der Stadt am Walde erwartet.

Auf dem Veranstaltungsgelände Hinter der Ahe wird in dieser Zeit eine kleine Zeltstadt mit vielen jugendlichen Brandschützern stehen. Die Feuerwehr Zeven ist natürlich stark involviert und arbeitet mit Hochdruck daran, allen Teilnehmenden ein tolles Erlebnis und eine schöne Zeit in Zeven zu bereiten.

Au einem eigenen WhatsApp Kanal wird umfassend über das Zeltlager berichtet. Ihr müsst einfach den unten stehenden QR-Code scannen um keine Nachricht zum Zeltlager mehr zu verpassen.

 

NLBK: Spatenstich für den Neubau eines Technikzentrums und einer Feuerwehrtechnischen Zentrale in Celle-Scheuen
Bildrechte: NLBK
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NLBK: Spatenstich für den Neubau eines Technikzentrums und einer Feuerwehrtechnischen Zentrale in Celle-Scheuen

Niedersächsisches Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) Informationen 03. Juli 2026
  • NLBK

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begann der Neubau eines Technikzentrums des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) mit integrierter Feuerwehrtechnischer Zentrale (FTZ) des Landkreises Celle am Standort Celle-Scheuen. Am traditionellen Spatenstich zum Beginn der Bauphase nahmen Finanzminister Gerald Heere, Landrat Axel Flader, Landesbrandirektor Dieter Rohrberg und NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn teil.

Bildrechte: NLBK
Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Technikzentrum und FTZ“ werden Ausbildung, Technik und logistische Unterstützung erstmals an einem gemeinsamen Standort gebündelt und gezielt weiterentwickelt. Die Maßnahme stärkt die Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten für Einsatzkräfte und schafft zugleich moderne Werkstatt- und Infrastrukturkapazitäten. Der Neubau umfasst drei Gebäude: ein Technikzentrum, eine große Fahrzeughalle und einen Übungsturm. Mit dem Neubau wird der Standort Celle-Scheuen weiter modernisiert und strategisch auf zukünftige Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz ausgerichtet. Damit bildet das Vorhaben einen weiteren wichtigen Baustein für die Entwicklung des traditionsreichen Ausbildungsstandorts Celle-Scheuen.

„Dieser Neubau zeigt eindrücklich, dass das Land Niedersachsen in Sachen Nachhaltigkeit vorangeht und seine Vorbildfunktion entschlossen wahrnimmt“, erklärte der für das Staatliche Baumanagement zuständige Finanzminister Gerald Heere. „Das zeigt sich bereits bei der Wahl der Baustoffe. Nachhaltigkeit heißt aber auch, langfristig zu denken und in eine Infrastruktur zu investieren, die dauerhaft leistungsfähig bleibt und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.“

Landrat Axel Flader führt aus: „Der Neubau schafft wichtige Synergien. Was bisher doppelt durch Land und Landkreis vorgehalten wurde, wird künftig zusammengeführt. In dieser Zeit ist es ein wichtiges Zeichen, dass das bisher größte Bauprojekt für den Zivilschutz im Landkreis Celle begonnen wird. Wir bauen damit auch die Unterstützung für unsere Feuerwehren weiter aus.“

NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn ergänzt: „Der Neubau des Technikzentrums ist ein bedeutender Schritt für unsere Behörde. Unsere technischen Mitarbeitenden werden hier eine moderne und gut ausgestattete Arbeitsumgebung finden. Mit dem entstehenden Übungsturm werden wir unsere Ausbildungsmöglichkeiten um einen wichtigen Baustein im Bereich der Rettung aus Höhen erweitern. Zudem freue ich mich, dass wir das neue Gebäude in Kooperation mit dem Landkreis Celle betreiben und auf diese Weise den maximalen Nutzen aus den investierten Mitteln ziehen werden.“

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Baumaßnahme, an der sich das Land Niedersachsen und der Landkreis Celle entsprechend ihres jeweiligen Nutzungsanteils beteiligen, bemisst sich auf rund 66 Millionen Euro. Eine Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das 3. Quartal 2029 vorgesehen.

Quelle: NLBK.Niedersachsen.de

Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Dienstversammlung 2026
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Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Dienstversammlung 2026

Cord Behrens Unsere Wehr 06. April 2026
  • Kreisfeuerwehr
  • Landkreis Rotenburg (Wümme)

Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Rückblick, Herausforderungen und klare Perspektiven bei der Dienstversammlung 2026

Stemmen (ots)

Im Hotel Landgut Stemmen fand am Samstag die Kreisbrandmeister-Dienstversammlung der Feuerwehren im Landkreis Rotenburg (Wümme) statt. Zahlreiche Führungskräfte aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung sowie befreundeten Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und den Blick auf kommende Aufgaben zu richten.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Kreisbrandmeister Peter Dettmer wurde zunächst der verstorbenen Kameraden gedacht. Stellvertretend erinnerte Pastor Andreas Hellmich an drei im vergangenen Jahr verstorbene Feuerwehrmitglieder.

-Umfangreicher Jahresbericht des Kreisbrandmeisters- Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht von Kreisbrandmeister Peter Dettmer. Unter dem Jahresmotto "Wichtiger denn je - Deine Feuerwehr" zog er eine umfassende Bilanz des Jahres 2025. Dabei wurde deutlich, dass die Feuerwehren im Landkreis weiterhin stark gefordert sind - nicht nur im Einsatzgeschehen, sondern zunehmend auch durch steigende bürokratische Anforderungen im Ehrenamt.

Dettmer betonte, dass insbesondere Führungskräfte immer stärker durch Verwaltungsaufgaben gebunden seien, was sich negativ auf die Zeit für Ausbildung und Kameradschaft auswirke. Gleichzeitig unterstrich er die hohe Motivation innerhalb der Feuerwehren, trotz dieser Belastungen weiterhin engagiert ihren Dienst zu leisten.

Im Bereich Ausbildung konnten zahlreiche Erfolge verzeichnet werden: Rund 400 Feuerwehrangehörige wurden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in verschiedenen Lehrgängen geschult. Auch die neue Modulare Grundlagenausbildung (MGA) habe sich etabliert Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Lehrgangsverfügbarkeit sowie bei personellen und räumlichen Kapazitäten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Einsatzzahlen: Mit 1.523 Einsätzen im Jahr 2025 bewegen sich diese weiterhin auf hohem Niveau. Besonders auffällig sei die hohe Zahl an Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen sowie die zunehmenden Türöffnungen im Rahmen technischer Hilfeleistungen.

Auch strukturelle Themen wie die Einführung neuer Dienstgrade, die geplante Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen sowie Investitionen in Fahrzeuge und Ausstattung wurden angesprochen. Positiv hob Dettmer die enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, etwa im Bereich Drohneneinsatz und Katastrophenschutz, hervor.

Abschließend dankte er allen Feuerwehrmitgliedern, deren Familien, Arbeitgebern sowie der Verwaltung und Politik für die Unterstützung. Für das Jahr 2026 kündigte er zahlreiche Veranstaltungen an, darunter die Blaulichtmeile in Zeven, die Interschutz in Hannover sowie das Bezirkszeltlager.

-Ausbildung im Fokus- Kreisausbildungsleiterin Sonja Heins ging in ihrem Beitrag auf aktuelle Entwicklungen in der Ausbildung ein. Sie warb insbesondere für eine stärkere Beteiligung am Lehrgang "ABC-Einsatz", der nicht nur für den Gefahrgutzug gedacht sei. Zudem werden weiterhin Kreisausbilder gesucht.

Veränderungen gibt es auch bei den Atemschutz-Belastungsübungen, bei denen künftig stärker auf Eigenverantwortung gesetzt wird. Der eingeführte Schnuppertag für Atemschutzgeräteträger habe sich als voller Erfolg erwiesen.

-Starke Kinder- und Jugendarbeit- Kreisjugendfeuerwehrwart Oliver Austel stellte eindrucksvoll die Bedeutung der Kinder- und Jugendfeuerwehren heraus. Mit über 1.200 Mitgliedern und steigenden Zahlen sei die Nachwuchsarbeit eine tragende Säule der Feuerwehr.

Er betonte, dass Kinder- und Jugendfeuerwehren nicht nur "Zukunft", sondern bereits "Gegenwart" seien und eine enorme gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung gehe es auch um soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung. Auch organisatorische Herausforderungen, insbesondere beim Bezirkszeltlager in Zeven, sprach Austel offen an. Gleichzeitig lobte er die große Einsatzbereitschaft vieler Helfer, die zur erfolgreichen Weiterführung der Planungen beitragen.

-Ehrung für besonderes Engagement- Im Rahmen der Versammlung wurde Wolfgang Bock aus Oese mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Regierungsbrandmeister Uwe Quante und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde Henning Herzig würdigten damit insbesondere sein langjähriges Engagement in der Jugendfeuerwehr sowie in der Ortsfeuerwehr.

-Politik würdigt Engagement der Feuerwehren- Landrat Marco Prietz dankte in seinem Grußwort allen ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Er betonte die Bedeutung der Feuerwehren als Rückgrat des Bevölkerungsschutzes - insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Krisenszenarien. Neben Naturkatastrophen rücke auch der Zivilschutz stärker in den Fokus. Prietz unterstrich die Notwendigkeit einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt sowie die Bedeutung von Eigenvorsorge in der Bevölkerung.

Ein wichtiges Zukunftsprojekt sei die neue Regionalleitstelle für mehrere Landkreise, deren Standort in Mulmshorn festgelegt wurde. Auch Nico Burfeind, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungsdienst, sprach den Einsatzkräften seinen Dank aus und sicherte weiterhin politische Unterstützung zu.

-Entwicklungen auf Landesebene- Regierungsbrandmeister Uwe Quante informierte über aktuelle Themen auf Landesebene. Dazu zählen Investitionen in die Infrastruktur des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz sowie die erfolgreiche Umstellung der Truppmann-Ausbildung. Landesfrauensprecherin Sabine Schröder berichtete über Aktivitäten im Bereich Frauenarbeit, darunter ein Landesfrauenforum sowie neue Hilfsangebote bei Fällen sexueller Belästigung.

-Weitere Beiträge und Ausblick- Verbandsvorsitzender Jörg Suske kündigte die Veranstaltung "Feuerwehr bewegt" im August an. Chris Knoblauch, Kontingentführer, unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen.

Zum Abschluss wurden neue Ortsbrandmeister und deren Vertreter vorgestellt sowie organisatorische Hinweise gegeben. Die nächste Dienstversammlung ist für April 2027 geplant.

Abschnittsleiter Henning Herzig beendete die Veranstaltung mit einem Dank an alle Beteiligten und einem positiven Ausblick auf das laufende Jahr - ganz im Sinne des Mottos 2026: "Feuerwehr - stark durch Zusammenhalt".

DFV: Aktuelle Hinweise zur Vegetationsbrandgefahr vom 22.06.2026
Quelle: Deutscher Feuerwehrverband e. V.
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DFV: Aktuelle Hinweise zur Vegetationsbrandgefahr vom 22.06.2026

DFV Informationen 25. Juni 2026
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Dr. Ulrich Cimolino, Leiter des Arbeitskreises Waldbrand des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), nimmt angesichts der bisherigen und erwarteten Wetterlage anlässlich einiger Brände aus den letzten Wochen zur Vegetationsbrandlage wie folgt Stellung:

Der DFV verstärkt aufgrund der Wetterentwicklung die Warnhinweise vom 18.06.2026 vor folgendem Hintergrund:

  • Der Waldbrandgefahrenindex (WGI) steigt und wird in weiten Bereichen im Süden und Osten die Stufe 4 sowie ab Mittwoch, den 25.06.26, zuerst in Teilen Niedersachsen, dann in größeren Bereichen Brandenburgs, aber auch in anderen Bundesländern die Stufe 5 (von 5) erreichen!
  • Der Graslandfeuerindex (GFI) steigt ebenfalls und wird quer durch Deutschland weitgehend die Stufe 4 (von 5) erreichen!

1. Bisherige Wetterlage und dadurch bedingte allgemeine Gefahrenlage in der Vegetation

Nach einem in weiten Teilen Deutschlands zu warmen und zu trockenen Winter 2025/2026 folgte bisher ein Frühjahr, das erneut in einigen Bereichen v.a. im Süden und Osten zu wenig Niederschläge bei weiter im langjährigen Vergleich eher zu warmen Temperaturen mit sich brachte.
Weil das so war, konnten die oberflächennahen Wasserspeicher nicht überall ausreichend aufgefüllt werden. Das sieht man zum Beispiel im Helmholtz-Dürremonitor: https://www.ufz.de/index.php?de=37937 (Link auf externe Seite)

Der Wetterverlauf der nächsten Wochen ist aktuell in den verschiedenen Vorhersagemodellen noch von sehr wechselhaften Einflüssen geprägt. Lokal sind hier bei sommerlichen Temperaturen auch stärkere Gewitterereignissen mit Niederschlägen möglich.
Punktuell können die 30-30-30 Warnschwelle (mehr als 30 Grad Lufttemperatur, weniger als 30 % rel. Luftfeuchte und mehr als 30 km/h Wind) und damit lokal sehr schnell auch weitere Erhöhungen des WGI bzw. GFI erreicht werden.

Die Erntezeit für die ersten Getreidesorten steht bevor. Die trockenen Halme bzw. organischen Stäube bei der Ernte sind nicht nur relativ leicht entzündlich, Feuer auf diesen Feldern breiten sich mit dem Wind auch noch sehr schnell aus.

Da bei durchschnittlich in den nächsten Wochen wärmeren Temperaturen in der Langfristprognose (s. unten) relativ wenig ergiebiger Niederschlag erwartet wird, kann in den nächsten Wochen natürlich eine weitere Verschärfung der Lage eintreten!
https://www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi/graslandfi.html (Link auf externe Seite) https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html (Link auf externe Seite)

Das Risiko von Feuern in tieferen Bodenschichten (trockene Moore, Humusschichten mit hohen organischen Bestandteilen) ist aufgrund der fehlenden Bodenfeuchte in den einigen Gebieten nicht zu unterschätzen.

2. Erwartete Wetterlage – inkl. der Langfristprognose

Die nächsten Wochen werden in Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit weitgehend trocken und (etwas zu) warm bleiben.

Die Langfristprognose des European Weather Forecast System (EFFIS) reicht aktuell bis ans Ende der 2. Dekade des Juli 2026 und weist weiter im Durchschnitt zu hohe Temperaturen für weite Teile Europas aus.
https://effis.jrc.ec.europa.eu/apps/effis.longterm.forecasts/ (Link auf externe Seite)

Sollte das so eintreffen, wird es

  • In den meisten Teilen Deutschlands bis weit in den Juli hinein bei etwas zu wenig bis durchschnittlichen Niederschlägen überdurchschnittlich warm.
  • In Südeuropa werden in den nächsten Wochen etwas zu warme Temperaturen mit eher zu wenig Niederschlag erwartet.

3. Grundsätzliche Gefahren bei Änderungen der Wetterlage

Wie man aus dem Dürremonitor auch gut sehen kann: Es gibt in einigen Teilen Deutschland Wasserdefizite in den oberen bis tiefen Bodenschichten. Um diese aufzufüllen, bräuchten wir längeren „Landregen“.

Jede längere Trockenphase kann also schnell wieder zu Problemen wie in den letzten Jahren (2018 – 2020, 2022, 2025) führen.

Wenn es so lange so heiß bleibt, steigt auch die Gefahr der Selbstentzündung von Munitionsresten in Oberflächennähe – wie z.B. als Entstehungsursache für die großen Brände im Sommer 2025 in der Gohrischheide vermutet.
Da dies immer in Gebieten mit mehr Munitionsresten erfolgt, treten dann wieder sofort die begleitenden Probleme in der Brandbekämpfung auf, weil hier von den Kampfmittelräumern i.d.R. schnell größere Sperrradien verhängt werden.

4. Empfehlungen zum Verhalten für die Bevölkerung

Der DFV weist darauf hin, dass insbesondere nach einigen Tagen Sonnenschein die trockenen Pflanzenreste in Bodennähe relativ leicht zu entflammen sind! Das gilt auch, wenn regional „nur“ ein Graslandfeuerindex von 3 gelten sollte.
Ein Feuer breitet sich dann mit dem Wind und hangaufwärts schnell aus.
Alarmieren Sie schon beim Verdachtsfall auf einen Vegetationsbrand die Feuerwehr unter 112.
Geben Sie eine möglichst genaue Orts- bzw. Anfahrtsbeschreibung an; sofern möglich, gern auch mit den GPS-Koordinaten aus Ihrem Smartphone, oder unter Verwendung der Angabe z.B. aus den Forstrettungspunkten (vgl. https://kwf2020.kwf-online.de/rettungspunkte/ (Link auf externe Seite)).
Falls notwendig, weisen Sie die ersten Einheiten der anrückenden Feuerwehr ein, damit der Brandherd schneller bekämpft werden kann.
Sofern es sich um einen Entstehungsbrand handelt, versuchen Sie ihn mit etwas Wasser oder durch Ausstreichen mit einem feuchten Tuch oder einem Ast klein zu halten, wenn das noch gefahrlos möglich ist.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass es grundsätzlich unvernünftig ist, in Deutschland sogar teilweise ganzjährig, bzw. überall vom 01.03. bis 31.10. verboten ist, im Wald offenes Feuer zu verwenden oder zu rauchen!

Das gilt auch und insbesondere für Brauchtumsfeuer – wie Sonnwendfeuer etc.

Derartige Feuer können natürlich regional gefahrlos möglich sein, wenn dort in den letzten Wochen genug Niederschläge gefallen sind, um eine wachsende, „feuchte“ Vegetationsschicht am Boden zu haben. Überall wo sich allerdings v.a. trockene Pflanzenreste am Oberboden finden, muss sehr sorgfältig mit offenem Feuer (auch Grillstellen um Häuser oder in Wiesen bzw. eben Sonnwendfeuern) umgegangen werden.
Die trockenen, losen Vegetationsreste können entweder entfernt oder eingeackert werden, um die Zündgefahr zu reduziert. Das Einnässen bringt bei den hohen Temperaturen in der Luft und im Boden recht wenig, weil die Verdunstung am Tag durch die Sonne bzw. durch das Feuer recht hoch ist.
Grundsätzlich sollten ausreichend Löschmittel schnell verfügbar vorgehalten werden. Hier bietet sich v.a. Wasser an. Bei Brauchtumsfeuern sollte sowieso immer eine Absprache mit den Ordnungsbehörden und der Feuerwehr erfolgen. Dies gilt umso mehr für trockene Wetterlagen. Eine Untersagung kann leider die Konsequenz aus trockener (und ggf. sogar noch windiger) Wetterlage, kritischer Umgebung oder anderen zusätzlichen Risikofaktoren sein.

5. Empfehlungen zum Verhalten der Land- und Forstwirtschaft

Maschinen bzw. Arbeiten der Land- und Forstwirtschaft sind leider oft selbst Zündquelle.
Moderne Fahrzeugkabinen sind gedämmt und klimatisiert, der Fahrer bemerkt einen Schaden am Fahrzeug daher oft sehr spät.
Beachten Sie die Anzeigen im Fahrzeug, insbesondere in Bezug auf die Überhitzung oder Überlastung der Motoren und Aggregate.
Warten Sie die Fahrzeuge und Geräte rechtzeitig nach den Herstellervorgaben bzw. Betriebserfahrungen, damit es möglichst nicht zu heiß gelaufenen Lagern, verschmutzten Kühlern, oder durchgescheuerten Hydraulikschläuchen kommt.
Versuchen Sie bei einem Schaden am Fahrzeug eine befestigte Fläche mit nicht brennbarem Untergrund, z.B. einen Forstweg, zu erreichen. Das verhindert eine schnelle Ausbreitung und erleichtert der Feuerwehr die Erreichbarkeit der Einsatzstelle.
V.a. bei Arbeiten in weit abgelegenen Gebieten mit längerer Anfahrt der Feuerwehren: Führen Sie eigenes Löschgerät mit!

6. Empfehlungen für die Feuerwehren

Diese sommerlichen bis tropischen Temperaturen belasten Personal und Fahrzeuge weit mehr als üblich.

Bei Einsätzen ist daher besonderen Wert auf die Auswahl der richtigen (leichten) PSA und Geräte (z.B. D- statt C-Schläuche) sowie ausreichend Reserven und Versorgung (ausreichend Getränke!) zu legen.

Achten Sie bei stationären Tätigkeiten mit laufenden Motoren auf die Lage des Abgasstrahls zur Art der Bodenoberfläche bzw. des dort vorhandenen Bewuchses oder gar trockenen Vegetationsteilen (z.B. Stroh, Heu…).
Zum Ablenken des heißen Abgasstrahls auf weniger kritische Flächen ggf. Abgasschläuche verwenden, Löschwasser (z.B. Schnellangriff eingesetzt durch den Maschinisten) bereithalten.

Bei flächigen Bränden mit längerer Einsatzdauer sollten schnell ausreichend Einheiten für die Brandbekämpfung am Boden, aus der Luft und für die Unterstützung z.B. für die Wasserförderung und den Wassertransport herangezogen werden. Dafür bieten sich die Strukturen des Fähigkeitsmanagements an: https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Krisenmanagement/Faehigkeitsmanagement/faehigkeitsmanagement.html (Link auf externe Seite)
Entsprechend qualifizierte Fachberater können insbesondere bei topographisch schwierigen Lagen, bei Einsätzen mit vielen verschiedenen Beteiligten und bei besonderen Gefahren bzw. unklaren Ausbreitungsprognosen die örtlichen Einsatzleitungen wertvoll unterstützen. Je früher dies angefragt wird, umso schneller kann die Unterstützung bereitgestellt werden.

Die Lufttemperaturen sind die nächsten Tage über bzw. um 30 Grad und die Winde werden in den meisten Landesteilen moderat erwartet. Daher wird es i.d.R. gut möglich sein, die Feuer im Bereich des Entstehungsbrand einzudämmen und zu löschen – wenn sie rechtzeitig gemeldet wurden.
Die Winde können allerdings nach den aktuellen Vorhersagen Anfang Juli lokal auch Böen bis Windstärke 5 (frische Brise) erreichen. Das kann dort zur Beschleunigung und auch zu Richtungsänderungen in der Brandausbreitung führen – sowie nicht vollständig gelöschte Glutnester wieder anfachen! In der Nähe von Gewitterzellen können sich dazu auch eigene Windeffekte bilden, die sich in Richtung und Stärke zu den Vorhersagen unterscheiden können!
Die Feuerwehren sollten daher vorsorglich die lokale Wetterlage und -entwicklung auch im Einsatz beachten. Die Nachlöscharbeiten müssen wie immer sorgfältig durchgeführt und mit einer Brandnachschau verbunden werden.
Aufgrund der Temperaturen von z.T. deutlich über 30 Grad (im Schatten) ist auf geeignete leichte Schutzkleidung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten!

Die Lage kann sich regional durch eine Abkühlung mit einsetzenden Niederschlägen tageweise entspannen. Solange die Temperaturen aber nicht stärker zurückgehen und ergiebige längere Niederschläge fallen, nehmen die Vegetationsbrandrisiken mit jedem weiteren heißen Tag zu.

Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf diesen Webseiten:

  • Helmholtz-Dürremonitor: https://www.ufz.de/index.php?de=37937 (Link auf externe Seite)
  • DWD-Bodenfeuchte unter vorherrschender Landnutzung (mit Zoom und Historie): https://dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/bf_view/_node.html (Link auf externe Seite)
  • DWD-Graslandfeuerindex: https://www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi/graslandfi.html (Link auf externe Seite)
  • DWD-Waldbrandgefahrenindex: https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html (Link auf externe Seite)

Das Risiko von Feuern in tieferen Bodenschichten (trockene Moore, Humusschichten mit hohen organischen Bestandteilen) ist aufgrund der geringen Bodenfeuchte in einigen Bereichen höher als üblich. Einsätze im Bergwald der letzten Wochen haben das eindrucksvoll belegt.

Der DFV gibt für seine Mitglieder auch zu diesem Thema Fachempfehlungen heraus, diese umfassen z.B. für den Einsatz bei Vegetationsbränden:
https://www.feuerwehrverband.de/fachempfehlung-vegetationsbrand-aktualisiert/
https://www.feuerwehrverband.de/app/uploads/2022/03/DFV-FE_Luftfahrzeuge_2022.pdf

Die Bund-Länder-offene AG Nationaler Waldbrandschutz hat mit Beteiligung des DFV durch die UAG Ausbildung eine Empfehlung zu den Ausbildungsinhalten der Vegetationsbrandbekämpfung veröffentlicht. Der aktuelle Stand von Mai 2026 ist hier zu finden: https://lernplattform-babz-bund.de/ilias.php?baseClass=ilrepositorygui&cmdNode=wv:ld&cmdClass=ilobjcategorygui&ref_id=148963&item_ref_id=0 (Link auf externe Seite)

Neue, gemeinsame Regionaleitstelle in Rotenburg (Wümme)
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Neue, gemeinsame Regionaleitstelle in Rotenburg (Wümme)

LK Rotenburg (Wümme) Informationen 05. Dezember 2025
  • Rettungsleitstelle
  • Einsatzleitstelle
  • Landkreis Rotenburg (Wümme)

Gemäß einer Meldung unseres Landkreises wird die gemeinsame neue Regionalleitstelle der Landkreise Rotenburg (Wümme), Harburg, Lüneburg und Heidekreis in Rotenburg (Wümme), im Ortsteil Mulmshorn, gebaut.

Seit 2006 arbeiten die Landkreise Rotenburg (Wümme), Harburg und Heidekreis im Rettungsdienst und Brandschutz in Form eines virtuellen Leitstellenverbundes zusammen, um Servicelevel und Ausfallsicherheit zu verbessern.

Im Oktober 2024 beschlossen die drei Landkreise gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg die Gründung einer gemeinsamen integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und Brandschutzes als kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts (Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide AöR). Für den Standort einer neuen, gemeinsamen integrierten Regionalleitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr wurde eine Standortanalyse erstellt.
Das Ergebnis steht nun fest. Die neue Leitstelle wird in Rotenburg (Wümme) errichtet.

Bisher hat jeder der drei Landkreise eine eigene Einsatzleitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr. Diese arbeiten im virtuellen Leitstellenverbund bereits eng zusammen. Der Landkreis Lüneburg betreibt aktuell gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die Kooperative Leitstelle Lüneburg. Am Standort der gemeinsamen neuen integrierten Regionalleitstelle in Rotenburg (Wümme) werden alle vier Landkreise künftig unter einem Dach zusammenarbeiten. 

Für die Zukunft aufstellen
Ist das Konzept noch zeitgemäß und zukunftsfähig? Diese Frage stellten die Landkreise sich 2023 und gaben eine Gutachteranalyse zur Zukunft des Verbundes in Auftrag, auch mit Blick auf eine Zusammenarbeit des virtuellen Leitstellenverbunds mit dem Landkreis Lüneburg. Der Gutachter empfahl eine Intensivierung der Zusammenarbeit und die Gründung einer integrierten Regionalleitstelle aller vier Landkreise in einer eigenständigen Rechtsform. 

Gründung integrierte Leitstelle
Die Empfehlung wurde 2024 umgesetzt. Alle vier Kreistage beschlossen die Gründung einer gemeinsamen integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und Brandschutzes als kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts (Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide AöR). Sie wurde durch die gemeinsame Satzung am 18. Februar 2025 rechtskräftig. 

Standortgutachten für gemeinsame Leitstelle
Um die Ressourcen wie Personal, Technik und Gebäude optimal zu nutzen, werden die bisherigen Leitstellen geschlossen und zu einer neuen Leitstelle in einem neuen Gebäude zusammengeführt.
Wo soll der Standort des neuen Gebäudes sein? Ein Standortgutachten, das im Mai 2025 in Auftrag gegeben wurde, sollte darüber entscheiden. 

Kriterien für die Standortvergabe
Die Kriterien zur Standortwahl umfassten bestimmte Ausschlusskriterien, wie zum Beispiel die Mindestfläche, Hochwassergefahr, Nähe zu Störfallbetrieben oder kerntechnischen Anlagen. Konkret bewertet wurden die vorgeschlagenen Grundstücke anhand der Bewertungskriterien Standortsicherheit, wirtschaftliche Faktoren, Standortattraktivität und Realisierungszeit. Die Gewichtung der Kriterien wurde in einem Workshop mit allen vier Landkreisen abgestimmt. 

Wo steht die neue Leitstelle?
Basierend auf den festgelegten Kriterien wurde aus den Vorschlägen der Landkreise der am besten geeignete Standort ermittelt. Im Ergebnis wurden die aufgestellten Kriterien und Gewichtungen am besten durch ein Grundstück in Rotenburg (Wümme), im Ortsteil Mulmshorn, erfüllt. Der Gutachter empfahl daher auf Basis der durchgeführten Nutzwertanalyse, dieses als zukünftigen Standort auszuwählen.

Am 21. November 2025 beschloss der Verwaltungsrat einstimmig, dem Gutachtervorschlag zu folgen und dieses Grundstück als Standort der neuen Regionalleitstelle festzulegen.

Was bedeutet das für unseren Landkreis?
Der gemeinsame Betrieb einer integrierten Regionalleitstelle ist ein wichtiger Baustein, um die Versorgung der Bevölkerung in Notfällen zukunftsfähig zu organisieren. Die Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit können auf diese Weise perspektivisch weiter erhöht werden. Gleichzeitig wird die Aufgabenerfüllung effizienter gestaltet. Die Beschäftigten der Landkreise bekommen damit die Möglichkeit, an einen neuen und modernen Arbeitsplatz zu wechseln.

„Ich freue mich, dass wir alle an einem Strang ziehen und uns gemeinsam für Rotenburg als Standort der neuen Regionalleitstelle entschieden haben“, so Landrat Marco Prietz. „Mit der Regionalleitstelle wird sich die Zusammenarbeit zwischen unseren vier Landkreisen weiter vertiefen. Alle Beschäftigten arbeiten von einem Standort aus und bekommen einen modernen Arbeitsplatz, ausgestattet mit der neuesten Technik. Sie versorgen von dort aus die gesamte Region und koordinieren und unterstützen unsere Rettungsdienste, Feuerwehren und Hilfsorganisationen.“ 

Nächste Schritte
Im nächsten Schritt wird mit den Planungen des Bauvorhabens begonnen. Planungen und Bauzeit bis zur Inbetriebnahme der neuen Regionalleitstelle werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Rotenburg (Wümme) vom 04.12.2025

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