Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme): Rückblick, Herausforderungen und klare Perspektiven bei der Dienstversammlung 2026
Stemmen (ots)
Im Hotel Landgut Stemmen fand am Samstag die Kreisbrandmeister-Dienstversammlung der Feuerwehren im Landkreis Rotenburg (Wümme) statt. Zahlreiche Führungskräfte aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung sowie befreundeten Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und den Blick auf kommende Aufgaben zu richten.
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Kreisbrandmeister Peter Dettmer wurde zunächst der verstorbenen Kameraden gedacht. Stellvertretend erinnerte Pastor Andreas Hellmich an drei im vergangenen Jahr verstorbene Feuerwehrmitglieder.
-Umfangreicher Jahresbericht des Kreisbrandmeisters- Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht von Kreisbrandmeister Peter Dettmer. Unter dem Jahresmotto "Wichtiger denn je - Deine Feuerwehr" zog er eine umfassende Bilanz des Jahres 2025. Dabei wurde deutlich, dass die Feuerwehren im Landkreis weiterhin stark gefordert sind - nicht nur im Einsatzgeschehen, sondern zunehmend auch durch steigende bürokratische Anforderungen im Ehrenamt.
Dettmer betonte, dass insbesondere Führungskräfte immer stärker durch Verwaltungsaufgaben gebunden seien, was sich negativ auf die Zeit für Ausbildung und Kameradschaft auswirke. Gleichzeitig unterstrich er die hohe Motivation innerhalb der Feuerwehren, trotz dieser Belastungen weiterhin engagiert ihren Dienst zu leisten.
Im Bereich Ausbildung konnten zahlreiche Erfolge verzeichnet werden: Rund 400 Feuerwehrangehörige wurden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in verschiedenen Lehrgängen geschult. Auch die neue Modulare Grundlagenausbildung (MGA) habe sich etabliert Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Lehrgangsverfügbarkeit sowie bei personellen und räumlichen Kapazitäten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Einsatzzahlen: Mit 1.523 Einsätzen im Jahr 2025 bewegen sich diese weiterhin auf hohem Niveau. Besonders auffällig sei die hohe Zahl an Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen sowie die zunehmenden Türöffnungen im Rahmen technischer Hilfeleistungen.
Auch strukturelle Themen wie die Einführung neuer Dienstgrade, die geplante Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen sowie Investitionen in Fahrzeuge und Ausstattung wurden angesprochen. Positiv hob Dettmer die enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, etwa im Bereich Drohneneinsatz und Katastrophenschutz, hervor.
Abschließend dankte er allen Feuerwehrmitgliedern, deren Familien, Arbeitgebern sowie der Verwaltung und Politik für die Unterstützung. Für das Jahr 2026 kündigte er zahlreiche Veranstaltungen an, darunter die Blaulichtmeile in Zeven, die Interschutz in Hannover sowie das Bezirkszeltlager.
